Gewinnen beginnt im Kopf – verlieren auch!

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Heute geht es um junge Talente, die gerade am Anfang ihre “Karriere-” Erfolge hamstern und dann wie erstarrt stehen bleiben.“Gewinnen beginnt im Kopf”

Als Sport-Mentaltrainerin begegnet mir das sehr häufig:

Junge Sportler, meist sehr talentiert, die in jungen Jahren Erfolge “hamstern” und dann plötzlich “stehen bleiben”. Der Kopf spielt dann nicht mit, oder der Satz : Gewinnen beginnt im Kopf, bekommt plötzlich eine Bedeutung.

Zumindest so von außen der Eindruck, wenn von Eltern, Betreuern, manchmal auch Trainern Äußerungen kommen wie:

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“…jetzt bringt sie oder er die Leistung nicht mehr …”

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“…ist zu abgelenkt”

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“…hält den Druck nicht aus”

Warum kann er oder sie es denn im Training? Dann wenn es drauf ankommt, läuft es einfach nicht. Diese Sportler werden gern als “Trainingsweltmeister” bezeichnet.

Im Training Top, im Wettkampf Flop!

Woran liegt das?

Viel zu pauschal in meinen Augen die Bewertung, manchmal gar Verurteilung.

Ich drehe die Zeitschiene etwas zurück und schaue auf eine mögliche Sport-Entwicklungsphase eines Kindes.

Nehmen wir mal an, ein Kind entscheidet sich recht früh für eine bestimmte Sportart- früher als man, (Kind) normalerweise mit dieser Sportart in Berührung kommt.

Als Beispiel ein Kind beginnt mit 8 Jahren mit Skilanglauf, und zwar nicht in einer absoluten Hochburg des Langlaufs, (wo es eben normal wäre, so früh zu beginnen), sondern in einem Gebiet, in dem zwar im Winter viel Schnee liegt, die Kinder aber eher zum alpin Skifahren gehen.

Bevor Du weiter liest, teste doch mal Deine momentanen Fähigkeiten und hole Dir den Mentalen-Online-Test. Du füllst ihn aus und ich werte ihn aus. Du bekommst drei Tipps im Anschluss daran, ganz individuell für Dich.

 

Bleiben wir beim Skilanglaufen:

Das Kind (nehmen wir als Beispiel ein Mädchen und nennen es Sabine) mit 8 Jahren beginnt in einer kleinen Trainingsgruppe, in der aufgrund der Anzahl auch ältere Kinder – bis 11 Jahre – dabei sind.

Das Training macht viel Spaß, der Bezug zu den Trainern sehr eng, alles überschaubar, während sich am Hang nebenan die “alpinen Kinder” am Lift drängen.

Es ist ganz natürlich, dass ein Kind, welches früh in die speziellen Techniken des Langlaufens eingeführt wird, auch nach relativ kurzer Zeit ganz passabel laufen kann.

Das gilt natürlich auch für andere Sportarten und zudem ist bekannt, dass die koordinativen Fähigkeiten besonders in den jungen Jahren am besten ausgebildet werden.

Die Wettkämpfe in den ersten Jahren laufen prima, häufig kann Sabine auch gewinnen, oder steht zumindest oft auf dem Siegertreppchen. 

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Im Gehirn wird gespeichert:

“Toll! Ich bin gut! Gewinnen macht Spaß!”

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Dann passieren zwei Dinge, nein eigentlich DREI.

Der Reihe nach:

Andere holen auf:

Der Vorsprung, der leistungsmäßig da war, ist sehr oft nach ein paar Jahren aufgebraucht, da andere Kinder/ Jugendliche hinzu kommen, die eben noch nicht mit 8 Jahren Langläufer waren. Mit Trainingsfleiß und einer kleinen Portion Talent wird der Vorsprung schnell aufgeholt.

Plötzlich bekommt “Sabine” Konkurrenz

Und das erste Mal entsteht Druck, oder auch Erwartung an sich selbst (man war ja gewohnt, zu gewinnen) und ist plötzlich eine von vielen und nicht mehr automatisch ganz weit vorn.

Das Einzugsgebiet wird größer

Was in den ersten Jahre so überschaubar wird, dehnt sich aus. Meist mit 11/12 Jahren werden die ersten regionalen Auswahlteams gebildet und sofort ist das Leistungsniveau ein ganz anderes und es sind nicht mehr nur 20 Teilnehmer am Start, sondern 100 und ja, auch da gibt es ein paar richtig Gute!

Was im Training anspornt, kann genau im Wettkampf hemmen und neben dem Druck und der Erwartung tauchen immer mehr Gedanken auf wie:

“Mist, ich bin nicht gut genug…”

oder

“ich werde versagen…”

Wie sich solche Gedanken auf die Leistungen auswirken, kann man sich gut vorstellen.

Das Gehirn schaltet sich immer mehr ein…

Vieles was als Kind noch so spielerisch funktionierte, weil es ja noch nicht um so viel ging, Siege und gute Platzierungen die Ergebnisse waren, wird nun zum Problem.

Waren in den ersten Jahren die Kinder viel öfter im Flow (hier findest du einen Artikel dazu), also ganz im Hier und Jetzt, ist es nun so, dass die Gedanken, über das, was passieren könnte, wenn sie ihre eigenen Erwartungen und oder die anderer nicht erfüllen, großen Raum einnehmen und zu Hindernissen werden.

Gedanken führen zu Emotionen und Emotionen führen zu Handlungen, und das sind nicht immer die Handlungen, die der Sportler im Wettkampf braucht.

Hier hilft es sehr, sich im ersten Schritt die Gedanken bewusst zu machen und sich zu fragen, ob diese dem Sieg dienen oder dem Verlieren.

Denn:

Gewinnen beginnt im Kopf – verlieren auch!

In diesem Sinne wünsche ich den Kopf eines Gewinners, einen guten Saisonverlauf, und falls Du Skifahrer oder Langläufer bist, eine große Portion Schnee.

Einen anderen Artikel, der Dir zeigt, wie Du Deine Stärken aktivieren kannst, findest du hier:

Wie du in drei Schritten deine Stärken aktivierst

Solltest Du das Gefühl haben, mir mal ein paar Fragen zu stellen oder mir Deine Herausforderungen zu schildern. Dann nimm gern Kontakt zu mir auf.

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Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

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