Wie Du als Sportler die gewonnene Zeit in der Corona Krise für Dich nutzen kannst.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Nichtsportler könnten die Augen rollen oder den Kopf schütteln, wenn jemand behauptet, die Sportler hätten es schwerer in der Corona Krise. 

Und ehrlicherweise möchte ich in keinster Weise bewerten, urteilen darüber, wen es nun am härtesten trifft. Schon gar nicht nicht argumentieren, denn es gibt hier keine Wahrheit, jeder schaut durch seine eigenen Brille, nutzt seinen eigenen Wahrnehmungsfilter. 

Ich bin kein Politiker, kein Virologe, kein Corona Experte und ich habe absolut keine Ahnung, ob das, was wir hier machen, zu dem gewünschten Ergebnis führt.

Womit ich mich auskenne?

Mit den Gedanken, Gefühlen, Emotionen, vielleicht auch Ängsten von Sportlern!

Erstens, weil ich selbst Leistungssportlerin war, auch einige bittere Krisen durchlebt habe und seit vielen Jahren Leistungssportler und solche die es werden wollen, als Sport Mental Coach begleite.

Was hat sich bei Dir am meisten verändert?

Wie ist das bei Dir? 

Wie kommst Du mit dem neuen Tagesablauf zurecht?

Welches sind für Dich die größten Veränderungen?

 

Bevor ich Dir hier diese Frage stelle  und Du kannst sie gern für Dich beantworten (am besten mach Dir ein paar Notizen, es kommen noch ein paar Fragen) stellte ich diese und die folgenden Fragen meinen Newsletter-Lesern.

Die Menge und die Ausführlichkeit der Antworten hat mich echt überrascht, ich bin nicht ganz sicher, ob die Fragen einfach den Nerv getroffen haben, oder einfach mehr Zeit ist als sonst.

Unter meinen Newsletter Lesern “tummeln” sich Freizeitsportler, Leistungssportler, Eltern von Sportlern, Trainer. Das heißt die Antworten auch hier wieder durch jeweils eine andere Brille. 

Sarah, Springreiterin: “Mein Tagesablauf ist fast derselbe, da die Pferde ja jeden Tag trainiert werden müssen. „​Keine Verabredungen mehr mit Freunden, Familie oder sogar Kunden”

-> mir wird jetzt erstmal bewusst, wie sehr mir die sozialen Kontakte fehlen, was sonst immer so selbstverständlich war

Keine Turniere/ Wettkämpfe, wo ich normal jeden Tag für trainiere.

Andre: Vater von Fußballnachwuchsspieler, “Die Veränderungen sind schon einschneidend, unserer gesamtes Familienleben ist auf den Fußball samt Training und Meisterschaft abgestimmt.”

Einsam -statt-gemeinsam in Corona Zeiten

Photograph Randy Tahtinen

Kreative Ideen sind gefragt und die Kinder lieben es

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, wie kreativ viele Vereine werden. in der U11 beim FC Bayern München (und sicher auch bei anderen Vereinen) gibt es zweimal täglich eine Challenge, um 11:00 Uhr und 17:00 Uhr, jeden Tag zwei andere Spieler, die sich eine knifflige Übung ausdenken, diese per Video in einer Whatsapp-Gruppe posten und alle Spieler zum Nachmachen auffordern. Die drei schnellsten werden belohnt, erstmal mit Punkten…… 

Was der Sieger dann am Ende bekommt  wurde nicht übermittelt.

In einem hessischen Hockeyverein wurden die (U15-) Spieler aufgefordert, bis zu einem bestimmten Tag eine Übung zur Hand-Augen-Koordination zu meistern. 

Bei der U15 Tischtennis Mannschaft (in dem Beispiel auch der FC Bayern) sollten die Mädels einen Schlag ganz genau in Einzelteile zerlegt beschreiben und per Video erklären. 

Die drei hier genannten Beispiele berichteten mir “meine” Sportler, die aktuell bei mir im Coaching sind. Alle begeistert, weil es auch was neues ist  und trotzdem zumindest ein bisschen ein Wettkampfcharakter bleibt. Das Medium Video wird zudem als Möglichkeit zum Aufbauen von Selbstbewusstsein genutzt. 

(Denn stell Dir vor, Du sollst Deine Jonglierkünste hüpfend auf einem Bein bis 14:00 Uhr Deinem Trainer schicken….. das kann schon in leichten Stress ausarten. Da cool zu bleiben, während die Kamera läuft, bedeutet schon was!)

Worüber meine Sportler gestaunt haben?

 

Das es so leicht möglich ist, mit Mentaltraining genau solche ungewohnten Übungen schneller zu lernen.  

Eine andere Frage in meinem kleinen Fragebogen:

Wie ist es für Dich, Deinen Sport gerade nicht, wie gewohnt  ausüben zu können?

 

Bist Du frustriert? Unsicher, weil Du nicht weißt, wann die Normalität wieder eintritt? Oder bist Du jemand, der die Situation ziemlich schnell akzeptiert hat und das beste draus macht? 

Auf diese Frage haben meine Leser wirklich sehr unterschiedlich geantwortet.

Manche freuen sich darauf, endlich mal andere Dinge machen zu können, sogar ein Buch schreiben, gab Heiko, ein Handballtrainer an. Bei anderen schwingt der Frust mit, auch die Unsicherheit, da nicht klar ist, wann es mit dem normalen Training weitergeht.

Möchtest Du Dir die mentalen Wettkampftipps per pdf haben, kannst Du sie Dir hier herunterladen:

mein Tipp Nr. 1

Suche Dir etwas, was Du schon lange machen wolltest und fang einfach an:

A

eine neue Sprache? lad Dir “Babbel” aus dem App Store.

A

Du wolltest immer schon eine bestimmte Tanzrichtung lernen oder wie Dein Idol tanzen, dank Youtube heute alles möglich

A

Du bist wissbegierig? Was interessiert Dich? Dann schau, welche Online- Ausbildungen oder Kurse es gibt? 

Ich bin übrigens sowieso der Meinung, dass die Investition in sich selbst immer die beste ist.

Pin mich!

Onlinetraining: Mental topfit in den Wettkampf!

Denn Dein Wissen, dass, was  Du in Deinem Kopf hast, kann Dir niemand mehr nehmen. 

Natürlich ist das immer nur ein kleiner Teil des Tages, Du wirst nicht den ganzen Tag an neuen Dingen kleben, außer etwas fasziniert Dich doch so sehr, dass Du gar nicht aufhören kannst, und ich hoffe nicht, dass es die Playstation ist……

Auf meine Frage:

Wie ist Deine Stimmung? Machst Du Dir Sorgen um Deine Zukunft?

 

Es kamen ganz unterschiedliche Antworten, worin ich aber alle einig waren: es ist schon unglaublich langweilig ohne die Mannschaftskollegen. 

Selbstverständlich erleben wir das alle, egal ob Schüler, Studenten, oder die Erwachsenen. Alle leben mit diesen sozialen Einschränkungen, von denen wir alle hoffen, dass sie bald vorbei sind.

In einem Sportlerleben haben die Mannschaftskollegen oder auch Rivalen noch eine andere Rolle. Sie motivieren! Denn als Sportler will ich mich messen, brauche den Kick, und ja manchmal in der Kabine auch ein frotzelndes Wort, unter dem Motto: ei, Du kannst es mal wieder nicht…..

Das kann Dich im Moment, wenn das jemand zu Dir sagt, ärgern, aber jetzt merkst Du, dass es genau die Sprüche sind, die Dir fehlen, die Dich eben auch motivieren, die eben dafür sorgen, dass Du Dich im nächsten Training wieder mehr anstrengst, weil Du ja zeigen willst, was Du kannst. 

Und jetzt sollst Du alleine Deine Runden drehen, Kraftübungen zu Hause machen, und das alles ohne zu wissen, wann es wieder losgeht? 

Weiter oben habe ich schon von den Jugendlichen geschrieben, die über Videos zum Austausch, Mitmachen über die Trainer motiviert sind.

Sollte das bei Dir nicht der Fall sein, Du gern aber einen Austausch wollen, dann sei Du der,- oder diejenige, der das initiiert. 

Es gibt einige Videoanbieter, wie Zoom oder Skype, in denen mehrere in einem Raum  gemeinsam Stabi-Übungen oder ähnliches machen können. 

Aber zurück zum Thema! Es ging um die Stimmung……. deshalb hier meine Tipp Nr. 2, solltest Du mal ein Tief haben hier:

mein Tipp Nr.2:

Bring Dich mit Visualisierungen in einen super Zustand. 

Was meine ich damit:

Bringe Dich in Deiner Vorstellung in eine zufriedene und glückliche Zukunft.

Gedanklich ein einen Wettkampf, der Dir noch bevorsteht, auf den Du Dich freust. Auch, wenn er erst in einem Jahr ist. Wenn Dir keiner einfällt, dann denke Dir einfach einen aus. Deinen ersten, super erfolgreichen Wettkampf, nach der Zeit, wenn hier alles vorbei ist. 

Deine Gedanken haben Einfluss auf Deine Gefühle und steuern Dein Handeln

 

Und das machst Du so:

Du suchst Dir einen gemütlichen Platz, an dem Du eine Weile nicht gestört wirst.

Du schließt die Augen und und beamst Dich mit Deinen Gedanken an in Deinen Wettkampfort.

Schau Dich zuerst um. Wie sieht es hier aus, an der Stelle an der Du gerade bist? 

Wer ist noch bei Dir? Was kannst Du sehen? Was noch?

Was hörst Du? Welche Geräusche dringen zu Dir? 

Gibt es einen Geruch? Vielleicht sogar einen Geschmack? 

Und das Wichtigste:
Wie fühlst du Dich?
Wie fühlt sich Dein Körper an? 

Wie sind Deine Gefühle?

Ist da Stolz? Zufriedenheit? Glück? 

Bade so richtig in dem wohlwollendem Gefühl, versuche es Dir so gut es geht in Deiner perfekten Performance vorzustellen. 

Hängen Deine Gedanken in Sorgenschleifen ist niemanden geholfen und Dir wird es nicht gut gehen, denn Deine Gedanken erzeugen Deine Realität. 

Du malst Dir Horrorszenarien aus und Deine Motivation wird noch weiter sinken. 

Du kannst in anderen Blogartikeln einiges zum Thema Visualisieren nachlesen. Es gibt verschiedene Techniken und vor allem Perspektiven, je nach Ziel im Coaching visualisieren meine Sportler aus einer Innen,- oder Außenperspektive. 

Vergiss die Mythen über Zielerreichung und geh deinen Weg

Würde ich mit Dir in der Wettkampfvorbereitung Deine Zielvorstellung als Visualisierung von außen trainieren und Deine Schlüsselhandlungen aus der Innenperspektive, empfehle ich Dir hier ganz klar die assoziierte (von innen) Technik, nämlich mit allen Sinnen in die Situation zu gehen.

Einzig aus dem Grund, damit Du Dich besser fühlst und die Motivation aufrecht erhältst.

Corona, was soll ich aus Dir lernen und will ich das wirklich? 

 

Wenn Du ein junger Sportler bist, sagen wir mal alles bis 15 Jahre, dann wirst Du Dich wahrscheinlich eher weniger mit diesem Virus und Krise und so beschäftigen und einfach nur hoffen, dass Du bald wieder trainieren kannst, endlich wieder Wettkämpfe bestreiten kannst und Deine Kumpels wieder triffst. 

Du wirst Dir noch wenig Gedanken machen, was wäre wenn…..

……wenn der Sport plötzlich nicht mehr der Mittelpunkt Deiner Welt sein könnte? 

Bist Du schon etwas älter und hast Dich mit beruflichen Dingen beschäftigen müssen, die Du aktuell so eher nebenbei machst, wird Dir vielleicht schon eher bewusst, dass dieser Beruf, den Du vielleicht jetzt gerade nebenbei absolvierst, das sein könnte, mit dem Du Dich zukünftig 9 Stunden pro Tag beschäftigen sollst.

Worauf ich hinaus will:

Corona bietet die Chance sich mit einem Plan B zu beschäftigen! 

 

Ich weiß, Du sollst/willst Deinen Fokus auf de Sport richten. Das ist ja grundsätzlich auch gut!

Aber es gibt eben immer eine Unbekannte in der Gleichung! 

Die Unbekannte kann ein Virus sein, aber genauso eine Verletzung, lange Krankheit, ein Ereignis, an das Du überhaupt nicht denken magst.

Niemand kann wirklich in die Zukunft schauen und auch wenn es jetzt noch Menschen gibt, die Dir vieles abnehmen, Dich so gut es geht unterstützen, wirst Du am Ende doch allein für Dich und Dein Leben die Verantwortung tragen. 

 

Deshalb mein Tipp Nr 3:

erarbeite Dir einen Plan B!

Schau mal zu Tipp1, der war fast ähnlich, oder? 

Wenn Du da schon Dinge gefunden hast, die Dir Spaß machen, dann kann es sein, dass Dir Dein Plan B auch leicht fällt.

Du musst ihn ja nicht jetzt heute sofort umsetzen, aber Du darfst beginnen Dich damit beschäftigen. 

Dabei kann Dir einer meiner Lieblingsübungen helfen.

Stell Dir vor, Du landest auf einer einsamen Insel. Mit Dir weitere, sagen wir 200 Leute. Junge, Alte, Kinder. 

Ihr müsst für lange Zeit dort bleiben, Euch organisieren, überleben.

Jeder  bringt seine Fähigkeiten, seine Stärken ein.

WAS WÜRDEST DU EINBRINGEN? 

Was würdest Du machen, welcher Beitrag wärst Du? 

Womit könntest Du anderen helfen? 

Mir wurde genau diese Frage mal gestellt, zu einer Zeit, als ich mit meinem Leben nicht so wirklich zufrieden war. 

Ich grübelte ein paar Tage und Nächte darüber und herausgekommen ist: 

Ich würde mich um die Kinder, wahrscheinlich verstärkt um die Jugendlichen kümmern, sie mit ihren Stärken in Verbindungen bringen, ihnen ihre Zweifel und Ängste nehmen, ihnen zeigen, wie sie selbstbewusst ihren ganz eigenen Weg finden….

und vielleicht mit Ihnen Bewegungsspiele machen, also Sport und persönliche Weiterentwicklung verbinden…..

Das waren meine rohen, ungefilterten Gedanken, die mich dann letztendlich zu meinem Traumberuf “Sport Mental Coach” gebracht haben.

Es brauchte natürlich noch ein bisschen mehr, als nur den Traum auf der einsamen Insel, aber es war in der Tat mein Startschuss, denn ich konnte hier meine Erfahrung als Leistungssportlerin, Mutter und meine langjährige Beschäftigung mit vielen Bereichen der Persönlichkeitsbildung unter einen Hut bringen. 

Es braucht dafür keine Corona Krise, aber vielleicht ist eben jetzt die Zeit, sich mit sowas zu beschäftigen.

Ich wünsche uns allen, dass die Zeit bald vorbei ist, wir wieder die Dinge tun können, die uns am meisten Spaß machen und alle gesund bleiben.

Pass gut auf Dich auf!

Lass uns reden!

Vereinbare doch einfach ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

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