Warum du als Sportschütze besondere mentale Fähigkeiten brauchst.

Warum du als Sportschütze besondere mentale Fähigkeiten brauchst.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Heute geht es mal ganz egoistisch um eine ganz spezielle Sportart und deren Herausforderungen. Nämlich die der Sportschützen und Sportschützinnen. Sei gespannt.

Peter ist Unternehmer. Seit über 20 Jahren schon. Und er ist Sportschütze. Seit 3 Jahren erst.

Er hat seine Firma mit viel Herzblut und Ehrgeiz aufgebaut und kann jetzt nach wirklich anstrengenden Jahren doch von sich sagen, dass er es geschafft hat. Der Umsatz stimmt, auch Corona hat seiner Branche nicht geschadet, er liebt, was er tut und seine Mitarbeiter*Innen schätzen ihn sehr. Vor allem, weil er trotz Stress immer sehr ausgeglichen wirkt, Ruhe ausstrahlt. 

Innerlich hat ihm das viele Arbeiten schon doch mehr zugesetzt, als er es nach außen zeigt. Seine Familie, genauer gesagt sein Sohn nahm ihn vor drei Jahren mit in den Schützenverein mit den Worten: “Hier Papa….. das beruhigt, da wirst du runterkommen.” 

Warum eigentlich nicht, so ein bis zweimal zum Schießen gehen, auch mal wieder andere Leute kennenlernen und dazu noch Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, klang verlockend. War es auch…..und ist es immer noch……

 

Was hat das jetzt mit Mentaltraining oder mit mentaler Stärke bei Sportschützen zu tun?

…..fragst du dich vielleicht.

Kommt gleich, lies einfach weiter. Am Anfang lief es einfach genial. War ja auch super spannend, weil er auch was neues lernen durfte und so ganz blöd stellte sich Peter nicht. Er kam gut zurecht mit der Pistole,  zudem gab es erfahrene Sportler im Schützenverein, die ihm bereitwillig Tipps gaben.

Es lief so schnell so gut, dass Peter relativ flott mit zu den Wettkämpfen konnte und auch dort wirklich gute Ergebnisse schoss. Auf einmal war er in seinem Team nicht nur einer von vielen, sondern der Beste.

Durch seine guten Ergebnisse stieg die Mannschaft zweimal in Folge auf und die aktuelle Saison läuft auch schon vielversprechend.

Doch irgendwann passierte es….. wann genau kann Peter nicht mehr sagen. 

Auf einmal spürte er in sich einen Druck…… er hatte das Gefühl die Erwartungen an ihn stiegen immer mehr…. alles schaute nur noch auf ihn.

Die lustig gemeinten Sprüche der Kumpels “wir haben ja den Peter, uns kann nichts passieren”, gefielen ihm nicht. 

Nach außen blieb er nett wie immer, aber innerlich fing es an unruhig zu werden. Er spürte, wie seine Hand einfach nicht mehr so ruhig bleiben konnte, wie seine Knie sich auch eher weich und wackelig anfühlten und das schlimmste:

👉 er fing an zu zweifeln. An sich! An seinen Schießleistungen!

Peter konnte das irgendwie gar nicht begreifen, denn er war doch sonst immer die Ruhe in Person, der Fels in der Brandung, in der Firma, zu Hause.

Und jetzt auf einmal sollte er so eine mentale Schwäche zeigen, so nervös sein? 

Das ärgerte ihn. 

Trotzdem…… trotz seiner Nervosität schoss er weiterhin echt gute Ergebnisse und qualifizierte sich zur Deutschen Meisterschaft. 

Freude pur auf der einen Seite und leichte Panikanwandlungen auf der anderen. Das war dann der Zeitpunkt, als er nach Mentaltraining googelte und mich fand.

Nach einem Erstgespräch war klar, das gehen wir gemeinsam an: mental gestärkt zur Deutschen Meisterschaft. 💪

Da ich schon mit einigen Sportschütz*innen arbeiten durfte,  habe ich immer mehr Einblicke in die besonderen mentalen Herausforderungen  im Schießsport. Die im übrigen genauso für Dartspieler oder auch Biathleten (wenn wir mal das Laufen ausklammern) gelten  würden.

Hier in dem Video habe ich mal bei einem Spaziergang überlegt , was wohl die drei stärksten mentalen Herausforderungen sind. 

Falls du das Video nicht sehen magst, hier die Zusammenfassung:

Meine Top 3 – was Sportschützen  mental im Weg steht 

aus dem Video:

Das erste: Ihr müsst nicht nur total cool sein, sondern ihr müsst erst mal alles andere im Umfeld, was euch ablenken könnte, total ausblenden. Damit meine ich zum Beispiel  den Krach in der Halle.  Auch was der Gegner macht hört ihr (obwohl ihr Ohrenschützer drauf habt), so die Schüsse vom Nachbarn oder Nachbarin…… Das heißt, ihr müsst das komplett ausblenden. Auch sowas wie den Schießrhythmus von anderen. Auch sonst irgendwelche unruhigen Sachen. Das alles muss weg! 

Der erste Punkt ist:  

R

der totale Fokus auf dich selber. 

Das Zweite ist:

Diesen Moment nicht zu verpassen, wenn ihr den Auslöser drücken müsst. Und ich habe jetzt schon gelernt und – korrigiert mich gern – dass man eigentlich gar nicht sagt: „Ja, ich drücke den Auslöser“ oder „Ich schieße jetzt“, sondern, dass man eher sagt: „Ich lasse den Schuss kommen“. Ja, ich habe meinen Finger am Abzug und ich spüre: „Ich bin im Ziel, es ist der richtige Moment.“ Und dann, ohne dass ich irgendwie groß darüber nachdenke, ich denk gar nicht mehr, lasse diesen Schuss einfach kommen.

Und die spannende Frage für mich als Mentaltrainerin ist: „Warum klappt das manchmal nicht? Was geht da schief, wenn es im Training doch klappt?“ Und dann glaube ich, da geht es ganz, ganz sehr um das Thema Vertrauen in mich selbst. Dieses Vertrauen in mich zu haben, weil ich das kann und dass ich es auch im Wettkampf kann. 

Deshalb Punkt zwei: 

R

Vertrauen in dich

Das Dritte ist, wie bei den meisten Sportlern, ist das Thema Nervosität. Und das Thema Nervosität ist natürlich ein ganz, ganz großes Thema. Das ist auch der Hauptbereich bei mir im Coaching. Wie kann ich die Nervosität besiegen oder eliminieren oder zumindest runterkriegen, dass es nicht ganz so stark ist? Da gibt es ganz viele super Tools. Das Erste, was ich machen würde, wäre herauszufinden, was steckt denn hinter der Nervosität. Ist es vielleicht die Angst, sich zu blamieren? Zu versagen? Also eine Art Versagensangst? Könnte sein.

Oder ist es eher das Thema der Unberechenbarkeit? Dass du eigentlich keine Kontrolle darüber hast, über den Ausgang? Du weißt weder, wie gut der Nachbar schießt, noch oft genau wie gut du schießt und der Nachteil bei Sportschützen ist vielleicht: Ihr habt jetzt keinen „Kampf Mann gegen Mann“ wie beim Judo, beim Ringen oder beim Boxen, sondern du bist auf dich alleine gestellt. Du kannst nicht reagieren und beeinflussen, was der Gegner macht.

Deshalb Punkt drei:

R

Nervosität regulieren

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Wie es für dich weitergehen kannst, wenn du diese mentalen Probleme auch kennst.

Du hast jetzt zwei Fragen, richtig? 

Wie ist es Peter ergangen bei der deutschen Meisterschaft? Und zum zweiten, wie kannst du die oben genannten Punkte “bearbeiten”. 

Kurz zu Frage 1. 

Peter fühlte sich mental super eingestellt. Der Wettkampf lief völlig anders als erwartet. (Es ging nämlich auch einiges richtig schief….) aber das Ergebnis war deutlich besser als erwartet, denn sein Ziel war es nicht letzter zu werden und er landete im guten Mittelfeld. Seine Einschätzung danach:

A

ich habe trotz der Nervosität, die immer noch da war, wenn auch nicht so stark wie sonst, meine Leistungen abrufen können.

A

ich war in der Lage, trotz der Hektik in der Halle meine mentalen Tools zu nutzen.

A

ich hatte richtig Spaß daran und bin nächstes Jahr definitiv wieder hier!     

Im Übrigen ist das hier eine wahre Geschichte, ich habe lediglich den Namen geändert und lasse auch die Platzierung, die ich-nenne-ihn-Peter erreicht hat, weg. 

Zum zweiten Teil der Frage: Wie könntest DU an den oben genannten Punkten 

Konzentration, Selbstvertrauen und Nervosität arbeiten? 

In dem du dir hier die Videoserie dazu holst. In der Serie bekommst du je ein Video zu den Themen: Konzentration, Gedankenkontrolle (damit kannst du dein Selbstvertrauen aufbauen) und Nervosität. 

Was du dafür tun musst:

Mir lediglich deine E-Mail Adresse hier lassen, damit ich es dir schicken darf. 

Ich will die 3 Videos kostenlos in mein Postfach

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Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

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