Wie du dein Handicap verbesserst, ohne ständig Turniere spielen zu müssen.

Wie du dein Handicap verbesserst, ohne ständig Turniere spielen zu müssen.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Mittwoch Nachmittag, der letzte Patient in der Praxis. Hat doch wieder länger gedauert als erwartet. Jetzt aber los!
Bernd und Walter werden schon ungeduldig warten. Schließlich ist am Sonntag Turnier und das heute die Generalprobe.

Frank ist Orthopäde, hat erst spät mit Golf begonnen. Jeden Mittwoch spielt er mit seinen beiden besten Freunden. Sonst auch noch, wenn es die Zeit erlaubt. Und Turniere! Er will ja schließlich sein Handicap verbessern. Endlich zu denen gehören, die unter einem 20iger Handicap liegen.

 

In meinen heutigen Beitrag möchte ich dir ein paar wirklich wichtige Tipps mitgeben, wie du dein Handicap verbesserst, ohne dass du zig Turniere spielen musst. Voraussetzung hierfür ist: du kannst schon Golf spielen, zumindest triffst du einigermaßen die Kugel. Besonders in den Trainingsrunden mit Freunden gelingt es dir, dein Handicap zu spielen oder auch zu unterspielen.

Golf ist so schön, wenn nur der Druck bei Turnieren nicht wäre

Vielleicht kennst du so Leute, denen es so geht wie Frank.
Eigentlich super selbstbewusst, ehrgeizig, erfolgreich und auch in den Proberunden klappt es ganz gut.
Nur im Turnier…… puh….
Zu nervös!
Zu viele Gedanken, was schief gehen könnte.
Der Flightpartner hätte auch ein anderer sein können.
Der Driver ging auch schon besser…

Heute am Mittwoch, – es ist noch kein Turniertag, sitzt Frank im Auto und denkt:
„Läuft doch……die Puts fallen, die Abschläge funktionieren, bisschen präziser am Fairway, dann haut das schon hin. Ich kann’s doch.“

Am Golfplatz angekommen, stehen seine beiden Kumpels schon am Abschlag. Schnell das Bag aus dem Auto, Ball gesucht, Scorekarte parat und los geht’s…. für Drivingrange bleibt leider keine Zeit. Aber egal, Hauptsache vorbereiten auf das Turnier am Wochenende, bei dem dann das Handicap verbessert wird. Klappt schon. Übung macht den Meister.

Aber oft kommt es anders….

Was in der Trainingsrunde noch klappt, klappt dann plötzlich am Turniertag eben nicht mehr. Weil der Kopf nicht so mitspielt.

 

Was kannst du tun, wenn dein Handicap in den Trainingsrunden stetig besser wird, es in den Turnieren einfach nicht klappt? 

Mein erster Tipp:

Auch wenn es hier um eine Proberunde geht, gewöhn dir gleich die richtigen Routinen zur Vorbereitung an. 

Ein Turnier ist aufregend genug, vor allen wenn noch die Erfahrung vieler Turniere noch fehlt. Deshalb hier meine drei besten Tipps, die es Dir möglich machen, schnell positive Erfahrungen zu sammeln.

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1. entwickle Routinen als Startvorbereitung

Du kennst Routinen aus allen Lebensbereichen. Die hast du dir bewusst oder unbewusst angelegt, um dir das Leben leichter zu machen. So hast du dir Routinen zum Beispiel morgens im Bad festgelegt, oder wie du deinen Arbeitstag im Büro startet. Warum? Weil es das Leben ungemein vereinfacht. Stell dir vor, du müsstest morgens im Bad überlegen wie das jetzt mit dem Duschen und Zähneputzen geht? Was für ein Stress!

So ist es auch auf dem Golfplatz. Überlegst du dir erst vor dem Turnier, was du vielleicht noch üben solltest, bringst du dich in eine Stresssituation, weil du ja erstmal mit dir selbst verhandeln musst: Soll ich jetzt putten, wenn ja, dann besser erst kurze oder lange Putts?

Soll ich mit den Eisen auf Driving-Range üben, wenn ja, mit welchem Schläger fang ich an? Und wie viele Schläge?

Entwickle Routinen: übe diese im Training ein, also wenn du auf der Drivingrange bist. Überlege dir genau einen Ablauf, den du ab sofort vor jedem Turnier einhalten wirst. Ja, du kannst es auch aufschreiben. ….

Unser Gehirn ist manchmal etwas langsam, bzw. es dauert einfach eine Zeit, bis es neue Abläufe geschnallt und als Routinen etabliert hat.

Noch ein Tipp: Falls du Golf im Fernsehen schaust, beobachte die Profis: Welche Routinen erkennst du?

Und übrigens auch so kurz vor dem Start lassen sich super Routinen einbauen. Welches Tee? Wo ist es? Wie sind meine Schläger angeordnet….(auch das schon in der Proberunde und nicht erst im Wettkampf)

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2. Rede ausschließlich positiv mit dir:

  • Ich freue mich auf einen tollen Golftag. 
  • Ich darf heute Golf spielen
  • Wir haben ja auch wirklich Glück mit dem Wetter 

( ist es schlecht, dann denke dir:  na es hätte noch schlechter sein können… oder: stimmt: ich habe auch bei schlechtem Wetter auch schon tolle Ergebnisse erzielt.)

Deine Gedanken haben Auswirkungen auf dein körperliches Empfinden, deshalb achte auf deine Gedanken.

Sobald du abdriftest, und negativ denkst (es könnte schief gehen, bei dem Wetter kann ich nicht, mit Herrn Xy im Flight geht gar nicht….) bringe dich zurück in eine positive Gedankenwelt.

Der Punkt ist mir besonders wichtig, denn du denkst in Bildern. 

Wenn du vor einer schwierigen Situation stehst,  zum Beispiel einem Wasserhindernis direkt vor der Grün.

Denkst du:

Jetzt bloß nicht ins Wasser!!!!!

oder 

Den hau ich sicher an die Fahne.

Bei dem ersten Gedanken, erzeugt dein Kopf ein Bild davon, wie dein Ball im Wasser landet, denn das Wörtchen “nicht” wird einfach ausgeblendet. Was passiert: Gedanke= „nicht ins Wasser“ dein Bild im Kopf => Ball im Wasser!

Bei dem zweiten Gedanken siehst du,  wie dein Ball perfekt an der Fahne liegt. 

Kann ich dir garantieren, dass das immer gelingt: NEIN. 

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Schlag gut wird, ist um ein Vielfaches höher. Und stell dir vor, du denkst vor jedem Schlag so positiv! Das wird dein Handicap auf jeden Fall verbessern.

Noch mehr Tipps speziell fürs Golfturnier gibt es hier zum Dowloaden.

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3. Bleibe immer im Hier und jetzt

Dein vergangener Schlag ist vorbei, du brauchst dem nicht hinterher jammern und bitte auch nicht im Kopf schon die nächsten drei Schläge durchgehen.

Bleibe immer bei dem, Was JETZT gerade ist. 

Immer und wirklich immer zählt nur der nächste Schlag. Wenn der nächste Schlag richtig gut wird und dann der nächste und dann der nächste, wird sich nicht nur dein Handicap verbessern, sondern auch dein Selbstbewusstsein steigern und alle Selbstzweifel bald der Vergangenheit angehören. 

Sollte dir das im Augenblick sein, schwer fallen, dann übe mit dir selbst zu sprechen. Sage zu dir genau das, was du gerade tust. So bleibst du in deinen Gedanken und deinem Tun, bei deinen Handlungen:

Ich nehme jetzt das Pitching Watch und lege den Ball sicher vor den Bunker. Dabei achte ich darauf, dass meine Ausrichtung stimmt…… spreche den Ball an…. hole aus….

Für ein besseres Handicap brauchst du Handlungen statt Ergebnisse im Kopf

Das bringt mich zu einem anderen Artikel von mir, in dem ich direkt über den Unterschied zwischen Handlungs,-und Leistungszielen schreibe. Das WIE kommt VOR dem Ergebnis!

Warum Du Dich auf Handlungsziele statt auf Ergebnisziele konzentrieren solltest!

 

und hier habe ich mal speziell für Golfer ein kleines Video dazu aufgenommen:

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Es bringt nämlich nichts, während der Runde über das Endergebnis nachzudenken. So unter dem Motto: Wenn ich jetzt ein Doppelbogey gespielt habe, muss der nächste mindestens ein Par werden. Damit bringst du deine Gedanken in die Zukunft, weg vom hier und jetzt und es wird dir schwer fallen, in den Flow zu kommen. 

Die beste Frage ist immer: Was kann ich jetzt optimaler Weise tun? (und jetzt …… und jetzt…?)

Um nochmal auf die Wichtigkeit von Handlungszielen zu sprechen zu kommen, denn ich glaube, das kann tatsächlich ein Gamechanger für dich sein.

Sichere dir hier die besten Tipps zur Vorbereitung auf das Golfturnier

Onlinetrainings für Sportler

Lerne selbstständig, wann immer du willst!

Auch das richtige Formulieren deiner Ziele verbessert dein Handicap

Viele Golfer formulieren ihre Ziele so: 

Heute spiele ich 5 Par! Oder: „ich unterspiele mit mindestens 3 Schlägen“ 

Klingt zwar schön, wenn es eintritt.

Dein Gehirn kann aber a) nichts damit anfangen und b) setzt du es damit unter Druck. Weil: es klare Handlungsanweisungen braucht. Also nicht das Ergebnis als Ziel definieren, sondern eher dein „Wie“. Also was konkret wirst du heute tun? Worauf achtest du? 

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Ich schwinge heute bewusst voll durch

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Vor jedem Putt nehme ich mir bewusst Zeit und bleibe bei JEDEM Putt konzentriert.

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Sollte ein Schlag misslingen, hake ich ihn sofort ab.

Findest du dein Mottoziel oder auch deine Handlungsziele und du bleibst dran, wird sich dein Handicap verbessern. Und das auch ohne Turniere, denn du übst das ab sofort in jeder Proberunde. 

Meine Lieblingsanwendung für die Verbesserung der mentalen Fähigkeiten, nicht nur im Golfen, sondern in allen Sportarten ist das Visualisieren. Leider wird da wirklich viel Mist geschrieben, so unter dem Motto, du musst dir nur alles vorstellen, dann wirst du es auch erreichen….

Visualisieren hilft. Absolut. Aber nur wenn du ein paar Dinge berücksichtigst.  Ausführlicher dazu in meinen E-Mails, die du bekommen kannst , wenn du dich über das pdf in meine Liste eingetragen hast 

 

Das waren Tipps von mir als Mentaltrainerin, selbst (Hobbygolferin). Ich habe den Pro meines Heimatclubs Chiemsee Golf Club (http://www.cgc-prien.de/),Martin Höcker befragt, wie seine Vorbereitung aussieht und führte ein kurzes Interview mit ihm:

Hallo Martin, schön, dass du dir Zeit nimmst:

Wie sieht Deine Vorbereitung vor einer Turnierrunde aus?

„Ab Anfahrt zum Golfplatz beginnt selbstverständlich die mentale Einstimmung mit passender, entspannter Lounge-Musik oder Ähnlichem und Erinnerung an letzte erfolgreiche Trainingseinheiten, Platzrunden, Turniere, einzelne Schläge, die eine gute Einstimmung und an bestimmten Stellen des Platzes.

Am Club angekommen ( min.1 Std. vorher ), auspacken,Material -Check, Rundenverpflegung, Anmeldung-Sekretariat, Platzregeln, Scorekarte,

Putting Green 10 min. längere Putts ( Tempo ),Chipping Green 10 min. versch. Ziele/Entfernungen mit 1 Ball anspielen ( Tempo,Spinverhalten ),

Driving Range 30 min.,kurze Sprints auf der Stelle und einbeinige Probeschwünge, re/li.,
vom SW bis zum Driver je 5-6 Schläge mit versch. Schlägerlängen und wieder zurück zum SW/LW inkl. kompletter Pre-Shot Schlagroutine

nochmal Putting Green 5 min., 

dann   zum Abschlag 5 min. vorher da sein, nicht 10 min. oder noch länger !!!!“

Gibt es immer wiederkehrende Handlungen (Routinen) vor dem Start? 

„Mentale Vorbereitung und Zielfokussierung spätestens ab Anfahrt zum Golfplatz

Formalitäten zuerst inkl. Verpflegung

Putten/Chippen/Full Swing/ Putten 

Ankunft am Abschlag immer genau 5 min vorher da“

Hast Du vor jeder Runde ein konkretes Ziel? 

„Immer, ein realistisches zum Trainingszustand passendes (technisch,körperlich, mental), zum Platz passend (eng, breit,kurz, lang, windig, hügelig, heiss, kalt, regnerisch,etc. )

Erwartungshaltung vor der Runde sehr genau überprüfen !!!

Nach der Runde:

Rundenanalyse, sachlich und detailliert ( damit man etwas davon lernen kann )

Gesamt-Bewertung der Leistung nicht von anderen abhängig machen !!!!!! „

„Mache die Bewertung deine Leistungen nicht von anderen abhängig!“

Danke Martin für das kurze Gespräch:

Falls Du mal im schönen Chiemgau unterwegs bist, ist der Chiemgau Golfclub eine tolle Empfehlung. Oder vielleicht inspiriert dich eine Golfreise mit Martin Höcker. Hier findest du weitere Informationen. 

Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

MentalHouse- Club- weil gemeinsam besser geht

Der MentalHouse Club für Sportbegeisterte

Du möchtest wissen, wie du mental stärker wirst? Du möchtest alle deine Fragen stellen können und Antworten von mir als erfahrene Mentaltrainerin erhalten? Dich mit Gleichgesinnten austauschen? Immer noch dazu lernen? Dann schau dir unbedingt den MentalHouse Club an. Falls er gerade geschlossen ist, setzt dich unverbindlich auf die Warteliste und ich informiere dich, wenn wir wieder öffnen. 

Falls Du persönliche Unterstützung suchst, bin ich gern für Dich da!

Hier kannst Du direkt mit mir sprechen, in einem Gratis-Kennenlerngespräch

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